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Information für Patientinnen zur Hystero-Kontrast-Salpingographie (HyCoSy)
Unerfüllter Kinderwunsch findet seinen Grund in fast der Hälfte aller Fälle in der Sterilität der Frau. Annähernd ein Drittel davon beruht auf dem Verschluß eines oder beider Eileiter, meist als Entzündungsfolge..
Daher ist die Prüfung der Durchgängigkeit der Eileiter im Rahmen der Sterilitätsdiagnostik von vorrangiger Bedeutung.
Früher wurden hierzu zwei Verfahren eingesetzt: Die Röntgendurchleuchtung und die Bauchspiegelung. Beide sind zuverlässige Methoden. Die Röntgenuntersuchung hat aber den Nachteil der Belastung durch Röntgenstrahlen, und die Bauchspiegelung ist nur in Vollnarkose möglich und außerdem nicht frei von ernsten Gefahren wie Verletzungsrisiken an großen Blutgefäßen und am Darm mit unter Umständen lebensbedrohlichem Ausgang.
Die Fortschritte der Ultraschalltechnologie (hochauflösende Vaginalsonden) und die Entwicklung eines Ultraschallkontrastmittels ermöglichen es, die Durchgängigkeit der Eileiter risikolos mit der neuen Technik der Hystero-Kontrast-Salpingographie (englischsprachige Abkürzung “HyCoSy”) zu untersuchen.
Vor der Untersuchung muß eine Entzündung der Scheide oder der inneren Geschlechtsorgane von der Frauenärztin/dem Frauenarzt ausgeschlossen werden. Bei einer Unverträglichkeit gegen das galaktosehaltige Kontrastmittel (kommt bei 1 auf 30000 Personen vor) gilt die HyCoSy als kontraindiziert. Eine Schwangerschaft darf nicht bestehen.
Günstig ist ein Zeitpunkt zwischen dem 12. und 14. Zyklustag, weil dann natürlicherweise der Muttermund und der Gebärmutterhalskanal weit genug geöffnet sind, um einen dünnen Katheter (= Silikonschläuchlein) in die Gebärmutterhöhle ohne Widerstand einzuführen.
Dies geschieht wie bei einer üblichen frauenärztlichen Untersuchung auf dem Untersuchungsstuhl, nachdem die Scheide mit den Scheidenspiegeln entfaltet und desinfiziert worden ist.
Anschließend wird eine kleine Menge (wenige Milliliter) des Kontrastmittels durch den Katheter gegeben: Jetzt kann mit dem hochauflösenden Ultraschallgerät beobachtet werden, wie sich die Gebärmutterhöhle füllt und der Kontrastmittelfluß in den Eileitern sichtbar wird. Der zusätzliche Einsatz des gepulsten Dopplers (PW-Doppler) und des Farbdopplers (Color Flow Mapping) erlaubt den Nachweis des Durchflusses durch die Eileiter und des freien Austritts aus dem Eileitertrichter.
Die Patientin kann diesen Vorgang selbst auf dem Ultraschallbildschirm mitverfolgen.
Damit ist die freie Durchgängigkeit der Eileiter nachgewiesen, der Katheter wird herausgezogen, und die Untersuchung ist beendet.
Während des Untersuchungsvorganges, der meist zwischen fünf und zehn Minuten dauert, können leichte, ziehende Schmerzen im Unterleib verspürt werden, ähnlich Regelschmerzen. Sie klingen normalerweise rasch ab. In seltenen Fällen können Übelkeit und Erbrechen oder Schwindelgefühl auftreten. Ich rate daher ab, selbst Auto zu fahren.
Wenn Sie es wünschen, kann Ihr Partner bei der Untersuchung dabei sein.
Quelle: Dr. Hendel 2009
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