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Frauenarztpraxis Dr. Hendel in Titisee-Neustadt

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Osteoporose – Diagnostik, Prävention

Definition: niedrige Knochenmasse, Beeinträchtigung der Mikroarchitektur -> erhöhte Knochenbrüchigkeit -> hohes Frakturrisiko

WHO: auf Liste der 10 häufigsten Krankheiten. In D’land  4-6 Mio Betroffene, davon 85% Frauen, jede 2.-3. Frau nach den Wechseljahren!

Prävalenz von Wirbelkörperfrakturen in Deutschland: 2,1 Mio. Frauen, 1,9 Mio Männer

Inzidenz von Schenkelhalsfrakturen in D’land 85 000/Jahr, Sterblichkeit 15%.

Inzidenz von Schenkelhalsfrakturen bei 60jährigen Frauen 150/100 000, von Schenkelhalsfrakturen bei 75jährigen Frauen 1 000/100 000.

Kosten der stationären Behandlung für 5,3 Mio. Krankenhaustage 1994 2,6 Mrd. DM (GBE)                           

                                                                                            

Primäre O.: juvenile O., Typ I peri-/postmenopausal – Typ II senil, Sekundäre O. (z. B. Immobilisierung, Endokrinopathien, Diabetes mellitus Zyp I, Hyperthyreose, Hyperparathyreoidismus u. a.). Lokalisation: Achsenskelett (Wirbelkörper) Typ I, Femurhals Typ II, Radius

 

Risikofaktoren: Familiäre Disposition, höheres Lebensalter, Frau, zarter Körperbau, späte Menarche, frühe Menopause, Oligoamenorrhoe, Anorexia, Bewegungsmangel, Alkoholmißbrauch, Rauchen, Fehlernährung, Medikation (z. B. Cortison, GnRH-Analoga, Heparin)

 

Primäre Prävention = Verhinderung der O.: Bewegung, Ernährung, Verzicht auf Genußgifte, Hormonsubstitutionstherapie=HRT, Sturzprävention (Training, Änderung der Wohnverhältnisse)

 

Sekundäre Prävention = Frühdiagnostik der O.: Osteodensitometrie=ODM (DXA Dual-Energy X-Ray Absorptiometry, QCT QuantitativeCT, [Sonographie]) verschiedener Meßorte:  Die internationalen HTA (Health Technology Assessment) - Gutachten befürworten den Einsatz der ODM in der Sekundärprävention nicht, da sich mit ihrer Hilfe für den einzelnen Patienten nicht zuverlässig vorhersagen läßt, ob er einen osteoporosebedingten Knochenbruch erleiden wird oder nicht. ODM daher keine Kassenleistung (Entscheidung des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen nach umfassender Bewertung aller weltweit verfügbaren Studien),

 

Tertiärprävention = Behandlung von Patienten mit osteoporosebedingten Frakturen. Einsatz der ODM zur Therapieentscheidung. Medikamentöse Therapie, Physiotherapie, Verhaltensprävention.

 

Therapie Calcium 1 000 – 1 5000 g, Vitamin D 500 - 1000  IE/die, Hormonsubstitutionstherapie=HRT (Estrogene, SERMS – Raloxifen = Evista), Bisphosphonate, Calcitonin, Fluoride)

 

Quelle: www.osteoporose.org/

 

Diese Website wurde aktualisiert am 10.12.2008